Schon die Jüngsten üben sich im Umgang mit den mobilen Händewasch-Stationen, die wir an unseren Projektstandorten Kivoga und Buta aufgestellt haben :). Insgesamt sind es 33, jeder Kanister fasst 100 Liter. Außerdem haben wir im großen Stil Seife und Masken gekauft. So hoffen wir, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass mehrere tausend Menschen im Umfeld unserer Projekte bessere Chancen haben, gesund zu bleiben.
Wir haben unser Engagement für Frauen in Burundi ausgeweitet: In der Haupstadt Bujumbura unterstützen wir seit September ein Mutter-Kind-Heim. Hier finden Mädchen und junge Frauen ein Zuhause, die ungewollt schwanger geworden und deshalb von ihren Familien und/oder den Kindsvätern verstoßen worden sind (Abtreibung ist in Burundi praktisch illegal); ein Schicksal, das in Burundi leider keine Ausnahme ist.
Das Mutter-Kind-Heim ermöglicht den Frauen eine sichere Geburt und bietet ihnen einen geschützten Raum, um mit ihren Babys Wege in ein neues Leben zu finden.
Geleitet wird das Heim von Godelive Kanyamuneza (Mitte vorn).
Im Rahmen des traditionsreichen Jahresfests des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin in Teltow konnten wir an einem prominenten Informationsstand mitten auf dem Festgelände die Arbeit von Project Human Aid in Burundi präsentieren. Danke für diese Möglichkeit! Zudem kommen die gesamten Erlöse des Fests der Behandlung des 21-jährigen Überfallopfers Montfort Kezakimana, Ziehsohn unseres burundischen Repräsentanten Denis, im Krankenhaus Ludwigsfelde zugute.
Das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungs- und Entwicklungspolitik (IFPRI) in Washington (DC), USA, hat in den letzten Tagen die aktuelle Auflage ihres seit 1975 jährlich vorgelegten Welthungerindex (WHI) präsentiert. Zwar hat sich seit dem Jahr 1990 im Durchschnitt aller als „Entwicklungsländer“ eingestuften Staaten die Ernährungssituation um 39 Prozent verbessert, dennoch hungern weltweit aber immer noch mehr als 800 Millionen Menschen. Und eines der lediglich vier Länder, in denen es entgegen dieser Entwicklung eine Verschlechterung der Ernährungssituation gegeben hat, ist Burundi. Nur hier und in Eritrea wird die Ernährungssituation vom IFPRI als „gravierend“ eingestuft.
Die Initiatoren des Berichts, darunter die deutsche Welthungerhilfe, fordern die Regierungen der Welt zu einer Verbesserung der weltweiten Versorgungslage auf, die weltweite Landwirtschaft sei in der Lage, alle Menschen ausreichend zu versorgen, es mangele lediglich an gut organisierter Verteilung. Neben dem notwendigen Handeln von Regierungen gehört zum Kampf gegen den Hunger aber auch, durch lokale Initiativen wie die unseren die regionale Infrastruktur, die medizinische Versorgung und die Zugänglichkeit zu und Qualität von Bildung zu fördern.
Kaum ist unser Erweiterungsbau der Krankenstation von Kivoga eröffnet, ist er auch schon voll belegt. Kein Grund zur Freude – aber Ausdruck dessen, wie nötig der Ausbau war.
Am Wochenende hat’s in der Kastanie in Berlin mächtig gedoomt – besten Dank noch mal an alle Beteiligten und BesucherInnen! Mit den Erlösen aus dem Benefiz-Konzert können wir unsere InternatsschülerInnen anderthalb Monate lang verpflegen – yes!
Während die meisten Menschen in Burundi die Regenzeit immer herbeisehnen, haben wir in letzter Zeit ganz schön mit ihr zu kämpfen gehabt – noch immer können wir die neue Sickergrube für die sanitären Anlagen unseres Internats in Kivoga nicht ausschalen …